Plural und Singular

 

Jetzt im März konnte ich weitere Kiebitze bei uns sichten. Ein nicht wirklich großer Trupp, aber immerhin. Er flog in Richtung Nord/Ost. Vielleicht waren sie ja unterwegs nach Münster (Rieselfelder) dort brüten sie in größeren Kolonien, oder aber sie schlagen ihr Brutquartier irgendwo bei uns in Castrop-Rauxel auf 😉

Diesen Zwergtaucher konnte ich mutterseelenallein am Schiffshebewerk entdecken. Er und nur ein paar ganz wenige Blässhühner waren noch dort.

Warum sich wohl dort so gut wie nichts mehr aufhält, möchte ich hiermit in Erinnerung bringen:

Ich gehe ganz stark davon aus, dass genau das der Grund ist, warum viele Wasservögel das sonst immer sehr gut besiedelte Oberwasser des Schiffshebewerk verlassen haben. Ein Brüten an den kahlen Ufern ist für die Wasservögel unmöglich geworden, da der nötige Schutz und auch die Beschaffenheit für die Nestbauten fehlt. Stattdessen kann man jetzt schon vermehrt Angler an den „blank“ geschnittenen Ufern beobachten. Öfters sieht man jetzt auch Angler dort, die mit sogenannten Wurfröhren immer wieder die Fische gezielt mit speziellem Lockfutter anködern. Es macht mir immer mehr den Anschein, dass dieses einstmalige so schöne Reich für Wasservögel nun das Reich für Angler wird.

Auch der mysteriöse Tod eines kerngesunden Schwanenpaares im Februar 2018 am Schiffshebewerk lässt mich immer mehr zu der Annahme kommen, dass Wasservögel am alten SHW nicht mehr willkommen sind. Eine Tierärztin konnte die Todesursache der beiden Schwäne feststellen, beruft sich aber auf ihre Schweigepflicht, warum auch immer.

>>>Zum Bericht in den Ruhrnachrichten<<<